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Erlangen, 04.05.2026
Mit Oskar Werner: Kompromisslos in die Wiedergeburt zeigt das schauspiel erlangen am 11. Mai 2026 im Theater in der Garage den Auftakt einer Deutschlandtour, die ein außergewöhnliches Theaterprojekt erstmals in mehrere deutsche Städte bringt. Nach über 85 ausverkauften Vorstellungen und der Auszeichnung mit dem Nestroy-Spezialpreis 2024 gilt die Produktion von Bernhard Dechant, Sophie Resch und Stefan Sterzinger als einer der eindringlichsten aktuellen Theaterabende im Spannungsfeld von Kunst, Öffentlichkeit und Sucht.
»Ich durfte am Tisch der Götter sitzen« – ein Zitat von Theater- und Filmschauspieler Oskar Werner. Zu Lebzeiten vergöttert von vielen, berühmt geworden durch den Film Jules et Jim. Aber: Wie viel Gott verträgt ein einzelner Mensch? Und: Wer waren diese Götter, an deren Tisch sich der hochsensible Künstler schließlich vor den Augen seines Publikums zu Tode getrunken hat? Eine Hommage an Oskar Werner entgleist zur erbarmungslosen Auseinandersetzung über den Umgang mit der Volksdroge Alkohol.
In einem Nachgespräch wird mit Publikum, Fachleuten und Künstler:innen über Alkohol als gesellschaftliches Bindemittel, über Abhängigkeit, über Scham – und über die Frage, warum es so schwer ist, darüber zu sprechen, diskutiert.
Die Deutschlandtour fällt zeitlich in die Aktionswoche Alkohol (13. bis 21. Juni 2026) und wird so Teil einer breiteren gesellschaftlichen Debatte. Die Termine in Stuttgart und Köln liegen direkt in diesem Zeitraum und verstehen sich als künstlerischer Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung im Spannungsfeld zwischen Konsum, Normalisierung und Sucht.
»Dechants Spiel ist der reine Wahnsinn: Er führt Gespräche mit Werner, legt die Tiefpunkte seiner sowie der eigenen Biografie offen und führt so bestechend den Unterschied zwischen großem Trinker und kleinem Alkoholiker vor. Musiker Stefan Sterzinger leert indes ungerührt ein Stamperl nach dem anderen. Harter Abend, große Kunst.« Martin Thomas Pesl, Falter
»Der Reiz dieses Theaterabends liegt in der vollkommen mode- und trendfreien Gestaltung, vor allem aber in der Nachdrücklichkeit des leidenschaftlichen Anliegens Bernhard Dechants. Aus seinen offengelegten persönlichen Erfahrungen, gespiegelt in Werners Fall, leitet er im zweiten Teil ein sozialpolitisches Pamphlet ab.« Margarete Affenzeller, Der Standard
»Das ist anrührend, ehrlich, nie kitschig oder missionierend. Und neben Dechant sieht man immer Oskar Werner stehen, der ihm ungläubig zuzuhören scheint.« Bernd Noak, Neue Züricher Zeitung
»Die Besucher erlebten einen ebenso stürmischen wie tiefgründigen Abend, geprägt durch die exzeptionelle schauspielerische Leistung von Bernhard Dechant, und spendeten reichlich Applaus.« Monika Freisel, NÖN
Bernhard Dechant (Schauspiel, Konzept & Text) wurde 1976 in Wien geboren, lebt als freier Schauspieler, Autor und Regisseur in Wien. Studierte von 1997 bis 2000 Psychologie und von 2000 bis 2003 Schauspiel in Wien. Als Schauspieler arbeitete er unter anderem als Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena und mit Claus Peymann, Markus Heinzelmann, Hartmut Wickert, Peter Kern, Alice Buddeberg, Tomas Schweigen, Eike Hannemann, norton.commander.Productions, Michael Schachermaier, Christine Eder, Anna Badora, Alexander Charim, Tina Leisch und Christina Tscharyiski. Er gewann etliche Preise, wie den Publikumspreis des 100° Festivals Berlin oder Nestroy-Preise für Off-Theater Produktionen (Die Schutzbefohlenen und die Wiener Festwochen-Produktion Traiskirchen. Das Musical), sowie den Karl Anton Wolf Preis für Die Schweigende Mehrheit.
Sophie Resch (Regie & Dramaturgie), geb. 1985 in Wien. Dipl. Logopädin; Schauspielstudium in Wien und Berlin. Sophie Resch lebt derzeit als freischaffende Schauspielerin, Sprecherin und Regisseurin in Wien und legt in ihrer Arbeit einen Schwerpunkt auf gesellschaftspolitische Relevanz. Sie war schon früh Mitglied der Jungen Burg (Burgtheater Wien), des Jugendensembles der Volksbühne Berlin und wirkte bei Tanzperformances und zeitgenössischen Stücken mit. Seit 2015 ist sie Mitglied der Schweigenden Mehrheit, wo sie sich für gelebte Integration einsetzt und für und mit Geflüchteten arbeitet. Mit dem Kollektiv realisierte sie das mit dem Nestroy-Spezialpreis ausgezeichnete Stück Die Schutzbefohlenen und die Wiener Festwochen-Produktion Traiskirchen. Das Musical im Volkstheater Wien, das den Dorothea-Neff Preis erhielt. 2016 bis 2017 spielte sie im Theater an der Josefstadt, seit 2021 ist Resch Ensemblemitglied des Bernhard Ensembles des Off Theater Wien. Außerdem war sie an weiteren Theatern (Theater Drachengasse, Werk X Eldorado, Brut, Konzerthaus, Hebbel am Ufer Berlin, Kosmostheater, Dschungel Wien und in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.
Stefan Sterzinger (Live-Musik & Komposition) wurde 1957 in Wien geboren und wuchs im Weinviertel auf. Ein Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften brach er kurz vor Ende ab und unternahm Abenteuerliches mit Musik in der Schweiz, Frankreich, Spanien und Afrika. Seither professionelle Umsetzung von Erlebtem, Erdachtem und Erforschtem in Wort, Klang und Entertainment in diversen Kollaborationen. Stefan Sterzinger ist Autodidakt und Sänger, Akkordeonspieler und Konzeptionist. Er gilt als »musikalischer Grenzgänger« (M. Brandstetter, Wiener), »Geheimgenie« (W. Kralicek, Falter), als eine »Ikone der österreichischen Musik« und »Grandseigneur der Wiener Szene« (A. Bovelino, Kurier).
Nicole Boigner
Tourmanagement · Projektleitung
Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt
Mobil: +43 676 657 22 84
E-Mail: oskarwerner-tour@wirspielen.at
Web: http://www.schweigendemehrheit.at
Premiere: 18.04.2026 \\ Regie: Nina Mattenklotz \\ Fotos © Jochen Quast
Zu sehen von links nach rechts:
048 - Rumo Wehrli, Juliane Böttger, Luca Hass, Sina Wider, Tobias Graupner, Romy Camerun, Hermann Große-Berg
207 - Juliane Böttger, Rumo Wehrli, Luca Hass, Tobias Graupner, Hermann Große-Berg
270 - Juliane Böttger, Hermann Große-Berg, Luca Hass, Rumo Wehrli, Tobias Graupner, Romy Camerun
Alle Informationen unter: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/endsieg
Uraufführung: 19.04.2026 \\ Regie: David Moser \\ Fotos © Ludwig Olah
Zu sehen von links nach rechts:
176 - Clara Liepsch, Alida Stricker, Johannes Rebers
222 - Johannes Rebers, Alida Stricker, Clara Liepsch
Alle Informationen unter: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/i-kill-you-back
Uraufführung: 28.02.2026 \\ Regie: Matthias Köhler \\ Fotos © Martin Kaufhold
Zu sehen von links nach rechts:
0182 - Clara Liepsch, Ralph Jung, Kai Götting, Hannah Weiss, Hermann Große-Berg
1817 - Kai Götting, Hannah Weiss, Clara Liepsch, Ralph Jung
2319 - Clara Liepsch, Ralph Jung, Hannah Weiss, Kai Götting, Hermann Große-Berg
2379 - Clara Liepsch, Kai Götting, Hermann Große-Berg, Hannah Weiss, Ralph Jung
2454 - Kai Götting, Hermann Große-Berg, Clara Liepsch, Ralph Jung, Hannah Weiss
Alle Informationen unter: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/brauner-schnee-uber-franken
Erlangen, 04.02.2026
Mit Bewohner, einem Figurentheater nach den Aufzeichnungen des Psychiaters Christoph Held, wird das schauspiel erlangen bei den diesjährigen Bayerischen Theatertagen am Theater Regensburg vertreten sein. Das Stück feierte am 23.05.2025 bei der Eröffnung des internationalen figuren.theater.festivals im Markgrafentheater Premiere. Unter der Regie von Moritz Sostmann erzählen Puppenspieler Johannes Benecke und Tomas Mielentz mit insgesamt fünf Puppen die Schicksale von an Demenz erkrankten Personen und schlüpfen dabei selbst in die Rollen der Angehörigen und Pflegenden. Die Inszenierung ist eine Kooperation mit dem Theater Waidspeicher e.V. Erfurt, wo sie noch bis Mitte 2026 auf dem Spielplan steht.
»Mich freut es außerordentlich, dass wir mit der Produktion Bewohner zu den Bayrischen Theatertagen nach Regensburg eingeladen sind«, sagt Intendant Jonas Knecht. »Ich bin sehr stolz auf diese Produktion, in der Puppen und Menschen zusammen auf der Bühne agieren und sich so dem Thema Demenz auf eine unglaublich respektvolle und eindrückliche Weise nähern können. Und nicht zuletzt ist diese Produktion maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem internationalen Figurentheaterfestival und dem Theater Waidspeicher in Erfurt möglich geworden – Kooperationen machen nicht nur künstlerisch Sinn; sie sind, gerade auch in Zeiten von knappen finanziellen Mitteln, essenziell für den Fortbestand eines lebendigen Stadttheaterbetriebs.«
Die 40. Bayerischen Theatertage werden 2026 vom Theater Regensburg unter dem Motto Vielfalt leben ausgerichtet und finden vom 08.05. bis 23.05.2026 statt. Der Vorverkauf beginnt am 02.03.2026.
Zum nunmehr 15. Mal sammelte das schauspiel erlangen zu den Familienvorstellungen des jährlichen Weihnachtsstücks Spenden für einen guten Zweck. Insgesamt spendeten die rund 2.600 Theaterbesucher:innen der sechs Familienvorstellungen von Der Zauber von Oz (von Sergej Gößner, Familienstück nach L. Frank Baum, in der Regie von Paola Aguilera) im Markgrafentheater 4.106,32 €.
Die Spendensumme kommt diesmal einem besonderen Theaterprojekt zugute: Vom 30. Juni bis 04. Juli 2027 wird das schauspiel erlangen Gastgeber des Südwindfestivals sein, dem größten bayerischen Theatertreffen für junges Publikum. Hierzu werden herausragende Produktionen aus ganz Bayern von einer Jury ausgewählt und nach Erlangen eingeladen. Die Jury setzt sich zusammen aus Theaterexpert:innen sowie einer Kinder- und Jugendjury. Anspruch des Festivals ist es, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten Lebensrealitäten zu erreichen und für Theater zu begeistern. Mit dem gesammelten Geld wird nun ein umfangreiches Programm ermöglicht, das – im Sinne der sozialen Teilhabe – einem großen und diversen jungen Publikum zugänglich gemacht werden kann. Neben den Aufführungen der eingeladenen Produktionen werden Mitmachaktionen und Workshops mit Theatermacher:innen angeboten, die es den jungen Teilnehmer:innen ermöglichen, miteinander in Austausch zu kommen und Theater aktiv mitzugestalten.
Das schauspiel erlangen bedankt sich ganz herzlich für die große Spendenbereitschaft: »Ich freue mich sehr über die Höhe der gesammelten Spenden. Die Unterstützung, die wir auf diese Weise für das Südwind 2027 erfahren, zeigt, dass unser Publikum ein solches Theaterfestival für Kinder und Jugendliche als wichtig erachtet. Abgesehen davon ist Erlangen natürlich einfach eine Festivalstadt!«, so Projektleiterin Stephanie Jänsch. In Erlangen wird die nunmehr 4. Ausgabe des Festivals stattfinden. Die Staffelstabübergabe erfolgte im Sommer 2025 am Theater Pfütze in Nürnberg. Der Open Call für Bewerbungen von Theaterproduktionen läuft aktuell.
Seit 2022 gibt es für das Kinder- und Jugendtheater in Bayern ein eigenes Festival. Während die Bayerischen Theatertage nur noch im zweijährigen Rhythmus ausgerichtet werden, findet in den Zwischenjahren Südwind, das Bayerische Theatertreffen für junges Publikum statt. Das schauspiel erlangen wird 2027 Gastgeber der nunmehr vierten Ausgabe sein. Im Sommer dieses Jahres wurde bereits der Staffelstab vom Theater Pfütze in Nürnberg, Gastgeber des Festivals 2025, an Intendant Jonas Knecht und Projektleiterin Stephanie Jänsch überreicht.
Das Südwindfestival zeigt, ähnlich wie die Bayerischen Theatertage, eine Auswahl herausragender Theaterinszenierungen aus ganz Bayern aus dem Bereich des Kinder- und Jugendtheaters. Hierfür können sich bayerische Theater und Gruppen mit ihren Inszenierungen bewerben. Eine Jury stellt aus allen Einsendungen ein Programm aus bis zu acht Produktionen zusammen. Am letzten Festivaltag wird es darüber hinaus eine Preisverleihung geben.
Für die Bewerbungsphase startete nun der Open Call. Eingereicht werden kann bis einschließlich 20.10.2026. Alle Details zur Bewerbung sind zu finden auf schauspiel-erlangen.de/suedwind
Die Jury aus Theaterfachleuten soll durch eine Kinder- und Jugendjury ergänzt werden. So möchte das schauspiel erlangen jungen Menschen ermöglichen, das Theaterfestival aktiv mitzugestalten. Das Projekt »Kinder- u. Jugend-Komitee für das Südwindfestival 2027« wird gefördert von Wege ins Theater, dem Projekt der ASSITEJ im Rahmen des Förderprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« des Bundesministerium s für Bildung, Frauen, Familie, Senioren und Jugend.
Das Südwindfestival versteht sich als Theaterfest für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Den Theatermacher:innen und Künstler:innen dient es als Austauschplattform und Arbeitstreffen, den jungen Theaterbegeisterten als Kaleidoskop der jungen bayerischen Theaterlandschaft und des aktiven Erlebens, was Theater alles kann. Es wird gefördert durch den Landesverband Bayern des Deutschen Bühnenvereins. Das schauspiel erlangen kooperiert bei seiner Festivalausgabe mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Zur finanziellen Unterstützung des Südwindfestivals wurden beim diesjährigen Familienstück zur Weihnachtszeit – Der Zauber von Oz (ab 5) – Spenden gesammelt.
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Logo Südwindfestival 2027 am schauspiel erlangen
Fotos: Staffelstabübergabe am Theater Pfütze 2025 an Jonas Knecht und Stephanie Jänsch © Frau Vau
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Das Logopaket der ASSITEJ finden Sie unter: https://jungespublikum.de/wp-content/uploads/2026/01/Logo_ASSITEJ_dkjp.zip
Die Absendermarken Kultur macht stark finden Sie unter: https://jungespublikum.de/wp-content/uploads/2026/01/Absendemarken-Kultur-macht-stark.zip
Uraufführung: 26.09.2025 \\ Regie: Stefan Behrendt \\ Spiel: Rumo Wehrli \\ Fotos © Henrik Stelter
Alle Informationen unter: https://schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/best-bro-ever
Fotos Markgrafentheater © Henrik Stelter
Fotos Theater in der Garage © Alexandra Lill