Salome

nach Oscar Wilde und Richard Strauss
in einer musikalischen Überschreibung von Albrecht Ziepert


Musiktheater über fatales Verlangen

Herrscher Herodes lädt zum Fest: Während sich die feierfreudige Gesellschaft amüsiert, kauert ein Gefangener auf dem Boden eines Brunnenschachts und ruft in die Nacht. Seine Stimme dringt in das Ohr der Stieftochter von Herodes und erweckt eine bislang ungekannte Begierde.

Salome verlangt von Herodes im Gegenzug für ihren Tanz der sieben Schleier den Kopf von Johannes dem Täufer. Die Motivation für diese blutige Forderung liegt bei Oscar Wilde in dem geradezu übernatürlichen Begehren der Prinzessin, die sich nach dem granatapfelroten Mund des Gefangenen verzehrt. Dieser verweigert sich, doch Salome hat ihre Entscheidung getroffen – sie wird die Lippen des Propheten küssen, selbst wenn Johannes hierzu sein Leben verlieren muss. Dabei geht es um weit mehr als individuelles Begehren: Indem Salome auf der Ermordung von Johannes dem Täufer besteht, kommt es zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse, und sie erhebt sich zur bedrohlichen Opponentin des Tetrarchen Herodes.

In Kooperation mit dem internationalen figuren.theater.festival und dem Gemeinnützigen Theater- und Konzertverein Erlangen e. V. wird Strauss’ Oper in eine multidisziplinäre Formsprache aus Musik, Schauspiel und Tanz überführt. Komponist Albrecht Ziepert und Regisseurin Mirella Weingarten entwickeln auf diese Weise eindringliche Klang- und Bildwelten für den todbringenden Tanz der Salome.

Team

Komposition Albrecht Ziepert  

Regie und Choreografie, Bühne und Kostüme Mirella Weingarten  

Musikdramaturgie Albrecht Ziepert  

Dramaturgische Mitarbeit Brigitte Alexandra Goebel