Faust

nach Johann Wolfgang von Goethe


in einer Fast-Forward-Fassung von Natalie Baudy und Matthias Köhler

Heinrich Faust ist frustriert. Sein Leben hat er den Wissenschaften gewidmet, ohne je wirklich zum Grunde des Menschseins vorzudringen. Und noch viel schlimmer: Nicht nur hat er nicht gelernt, was die Welt im Innersten zusammenhält, sondern durch die ganze Studiererei hat er auch noch versäumt, sich echtem Genuss hinzugeben. Perspektive auf Veränderung hat er keine – es sei denn, jemand würde ihm ein unmoralisches Angebot machen …

Wie die Geschichte weitergeht, ist bekannt: Der Teufel macht Faust ein Angebot, und der schlägt – ohne lange nachzudenken – ein. So überlässt Faust Mephisto seine Seele und erhält dafür Abenteuer, Abwechslung, Jugend und eine Liebschaft zu Gretchen. Die profitiert dagegen wenig von der Begegnung. Nicht nur verliert Gretchen Bruder und Mutter, sie wird auch noch schwanger, tötet aus Verzweiflung das uneheliche Kind und landet im Gefängnis. Doch warum sollen wir uns für diesen Mann in seiner Midlife Crisis interessieren? Was ist denn nun des Pudels Kern bei der ganzen Angelegenheit? Sind des einen Abenteuer untrennbar mit eines anderen Leid verknüpft? Und was können wir von diesen drei Archetypen des Theaters – Faust, Mephisto und Gretchen – noch lernen?

In einer eigens für das schauspiel erlangen erstellten, temporeichen und streng komprimierten Version des berühmtesten aller Theaterstoffe überprüfen Hausregisseur Matthias Köhler und Dramaturgin Natalie Baudy Goethes Dramenklassiker auf seine Garagentauglichkeit.

Team

Regie Matthias Köhler  

Dramaturgie Natalie Baudy