Ein totalitärer Staat, zwei unversöhnliche Brüder, eine zerbrechende Familie. Während Franz sich als skrupelloser Populist in die höchsten Ränge des Regimes hocharbeitet, führt Karl eine brutale Rebellion an – doch sein Kampf gegen die Tyrannei droht ihn selbst zum Tyrannen zu machen.
Schillers epochales Familiendrama wird in eine nahe Zukunft versetzt, in der Deutschland unter der Herrschaft eines autoritären Systems steht. Nach dem Tod des alten Patriarchen Moor streiten seine Kinder um das Erbe des Familienimperiums. Zugleich ringen sie um Macht, Freiheit, Deutungshoheit. Zwischen dem idealistischen, aber zunehmend radikalen Karl und dem intriganten Demagogen Franz steht Amalia – eine kompromisslose Denkerin, die den Hass beider Seiten entlarvt. Kann es überhaupt noch eine Zukunft geben, in der die Freiheit des Einzelnen regiert, ohne andere zu unterdrücken?
Hausregisseur Matthias Köhler befragt den Schlüsseltext des Sturm und Drang nach Grundsätzen von menschlichem Handeln in einer zunehmend unmoralischen Welt. Wann wird Auflehnung zur Pflicht, und wie weit darf sie gehen?
Der Förderverein Theater Erlangen e.V. veranstaltet ein Foyer zum Stück: Demokratie in Gefahr. Schillers Die Räuber heute – wohin treibt die Menschheit in unsicheren Zeiten?
Besetzung
Karl Moor Kai Götting
Franz Moor Johannes Rebers
Amalia Moor Juliane Böttger
Daniel / Diener der Obrigkeit Hermann Große-Berg
Spiegelberg Ralph Jung
Schweizer Luca Hass
Roller Tobias Graupner
Team
Regie Matthias Köhler
Bühne und Kostüme Patrick Loibl
Musik, Komposition und Songtexte Antonia Matschnig
Video Marvin Kanas
Dramaturgie Linda Best
Regieassistenz und Abendspielleitung Robert Sörgel
Regiehospitanz Merle Rangwich