Eleonore ist Immobilienmaklerin. Oder nein, Eleonore WAR Immobilienmaklerin. Denn jetzt ist Eleonore eine Katze. Oder versucht zumindest, eine zu werden.
Eleonore will sich nicht länger von gesellschaftlichen Normen einengen lassen und den menschlichen Zuschreibungen und Erwartungen endgültig entkommen. Dem scheint zunächst nicht viel im Wege zu stehen: Sie ist finanziell unabhängig, allein lebend und ohne weitere Verpflichtungen. Also beginnt sie, einen Fellanzug zu tragen, nachts zu jagen und ihren Schlafrhythmus immer mehr dem einer Katze anzupassen. Auch ihre Wahrnehmung, ihr Denken und ihr Sprechen werden zunehmend katzenhafter. Bald ist ihr einziger Kontakt zur Menschenwelt Dr. Wildbruch, ein Therapeut, den ihre Transformation fasziniert. Doch äußere und innere Widerstände machen Eleonore zu schaffen und erschweren ihren Weg. Kann sie als Katze ihren Platz in dieser Welt finden?
Caren Jeß’ Monolog erzählt vom radikalen Versuch einer Entmenschlichung und entwirft dabei eine sprachlich filigrane Aussteigerinnengeschichte. Regisseur Paul Spittler hat bereits Erfahrung im Umgang mit tierischen Perspektiven auf der Bühne: Zuletzt inszenierte er am schauspiel erlangen mit Ich, Akira den Monolog eines Hundes.